Heizprofi-Newsletter zum Thema Heizkosten (Teil 1)

Der Winter zehrt besonders an der Haushaltskasse. Das liegt vor allem an den Heizkosten. Betrachtet man einen Durchschnittshaushalt, sind etwa 60 Prozent des Energieverbrauchs auf das Heizen zurückzuführen. Der Rest teilt sich je zur Hälfte auf die Wassererwärmung (Duschen, Baden, Händewaschen) und auf elektrische Geräte auf. So gesehen kann beim Heizen am meisten gespart werden. Wenn man es richtig macht, kann man den Energieverbrauch reduzieren ohne frieren zu müssen. So senken Sie Ihre Heizkosten – die besten Tipps:

Kippfenster schliessen und dafür stosslüften

Ein geöffnetes Kippfenster verursacht einen zusätzlichen Verbrauch von einem ganzen Fass (200 Liter) Heizöl pro Winter. Wer seine Fenster den ganzen Tag gekippt hält, möchte viel frische Luft in seinen Räumen haben. Die Heizleistung treibt dies aber unnötig in die Höhe – und damit die Kosten. Es dauert bis zu 75 Minuten, bis die warme Luft die kalte ersetzt hat, da die Räume wesentlich ausgekühlter sind als nach Stosslüften. Ausserdem kühlen die Wände aus. Dadurch steigt das Risiko, dass Schimmel entsteht. Gar nicht zu lüften ist aber auch falsch. In einem Vier-Personen-Haushalt verdunsten täglich etwa zehn Liter Wasser. Diese Feuchtigkeit muss abziehen, da die Wände sonst Schimmel ansetzen können. Daher sollten Zimmer zweimal am Tag für jeweils zehn Minuten gelüftet werden. Hierfür sollte man das Fenster kurz weit öffnen. Idealerweise öffnet man gleichzeitig ein gegenüberliegendes Fenster, sodass Durchzug entsteht. Während dieser Zeit sollten die Thermostate an den Heizkörpern selbstverständlich heruntergedreht werden.

Temperatur senken

Sparsames Heizen beginnt mit der einfachen Frage: „In welchen Räumen will ich welche Raumtemperatur haben?“ Die Antwort hängt in erster Linie von der Nutzung des jeweiligen Zimmers ab. In Räumen, in denen man sich seltener aufhält, sollte man auch die Heizkörper niedriger einstellen. Als Orientierung empfehlen Energieberater 20 Grad als ideale Raumtemperatur für Wohn-, Ess-, und Arbeitszimmer und 22 Grad für das Bad. Im Schlafzimmer reichen schon 16 bis 18 Grad. Auch für die Küche brauche man nicht wesentlich mehr, weil dort zusätzliche Wärme beim Kochen entsteht. Damit sich die Wärme nicht wieder gleichmässig in der ganzen Wohnung verteilt, sollten die Türen zwischen den Zimmern am besten geschlossen bleiben.

Extra-Tipp: Nachts, wenn man unter der warmen Bettdecke liegt, die Temperatur noch weiter absenken. In Wohn- und Arbeitsräumen können es nachts sogar vier bis fünf Grad weniger sein – aber nicht mehr. Sonst verursacht das Wiederaufheizen am Morgen zu hohe Kosten. Es gibt aber noch einen weiteren guten Grund, warum man es mit dem vermeintlichen Sparen auch nicht übertreiben sollte: Dreht man die Heizung zu Hause tagsüber länger ab, zum Beispiel während der Arbeitszeit, kühlen die Aussenwände auch ab. Das führt zu einem unbehaglichen Raumgefühl. Und das verführt dazu, abends die Heizung höher aufzudrehen als es erforderlich wäre. Noch etwas: Bei Wärmepumpen empfiehlt es sich, die Heizung nicht oder nicht viel zu reduzieren – aus zwei Gründen: Es ergibt wenig Sinn, nachts im bis zu 60% reduzierten Stromtarif die Heizung zu reduzieren, um sie dann im teuren Tagtarif wieder hochzufahren. Zudem haben einige Wärmepumpen bei sehr kalten Aussentemperaturen Mühe, nach einer zu starken Nachtabsenkung wieder auf Temperatur zu kommen.

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