Heizprofi-Newsletter zum Thema Heizkosten (Teil 2)

Im Winter entfallen rund 60 Prozent des Energieverbrauchs auf die Heizung. Richtig heizen ist der beste Weg, Heizkosten zu sparen und CO2-Emissionen zu reduzieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie richtig heizen und dabei nicht nur Energie, sondern auch Geld sparen.

Die folgenden Tipps bauen auf dem letzten Newsletter auf. Dort waren die ersten drei von insgesamt neun Tipps beschrieben.

Heizkörper freihalten

Die Luft am Heizkörper muss im Raum zirkulieren können, nur dann kann sich die Wärme auch verteilen. Daher zum Beginn der Heizperiode am besten prüfen, ob Möbel, Vorhänge oder sonstige Wohnaccessoires die Heizkörper verdecken.

Türen schliessen

Die Idee klingt gut: Ist es in einem Raum zu warm, einfach die Tür zum kalten Nebenraum öffnen und diesen so mit beheizen statt die wertvolle Energie wegzulüften. Doch Experten raten davon ab, denn das kann wirklich hohe Folgekosten bedeuten. Die warme Luft transportiert auch Feuchtigkeit in das kühlere Zimmer, wo diese an den kalten Wänden kondensiert. Der Putz durchfeuchtet, Schimmelbildung ist möglich.

Entlüften von Heizkörpern

Heizkörper sollten in regelmässigen Abständen entlüftet werden. Erstes Indiz dafür, dass ein Entlüften vonnöten ist, ist, wenn die Heizkörper anfangen zu gluckern oder nicht mehr richtig aufheizen. Dies bedeutet nämlich, dass zu viel überschüssige Luft in ihnen ist. Idealerweise werden Heizungen einmal jährlich mit einem speziellen Schlüssel entlüftet, am besten, bevor die Heizperiode beginnt. Wichtig: Nach jedem Entlüften muss am Manometer der Wasserstand überprüft werden. Wenn das Phänomen Luft in den Heizkörpern regelmässig vorkommt (beispielsweise alle zwei Wochen), stimmt etwas nicht mit dem Heizsystem. Eine mögliche Lösung in diesem Fall ist ein automatischer Entgaser. Zu diesem Thema ist jedoch eine Beratung durch eine Fachperson empfehlenswert.

Austausch der Heizungspumpe

Alte Umwälzpumpen verbrauchen eine grosse Menge an Energie (weitere Infos im Beitrag Ölheizungen als Stromfresser). Modelle, die zehn Jahre oder älter sind, sollten daher dringend ausgetauscht werden. Moderne Modelle haben den Vorteil, dass sie ihre Leistung dem tatsächlichen Bedarf anpassen. Sie verbrauchen pro Jahr rund 100 bis 200 Kilowattstunden weniger als veraltete Pumpen. Auf diese Weise kann man während der gesamten Lebensdauer der Umwälzpumpe mehrere Hundert Franken sparen.

Warmwasserheizbänder optimieren

Elektrische Heizbänder sind gewichtige Stromverbraucher: In der Schweiz wird ein jährlicher Verbrauch von ca. 300 GWh vermutet. Dies ist die Verbrauchs-Grössenordnung aller Fernsehgeräte. Die bedeutendsten Anwendungen mit je ca. 1/3 des Verbrauchs sind Rohrbegleitheizungen von Warmwasser-Verteilleitungen, Frostschutz für Leitungen und Dachrinnen sowie industrielle Rohrbegleitheizungen. Bei Warmwasserheizbändern in Ein- und Mehrfamilienhäusern gibt es folgende Sparmöglichkeiten: Eine zusätzliche Steuerung (zeitlich, temperaturabhängig, eventuell Leistungsregelung) und eine optimale Wärmedämmung der Leitungen.

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